Maremmanen in Deutschland

 


Zur Zeit (Stand 7/2004) gibt es beim Verband für das Deutsche Hundewesen knapp 100 Eintragungen für Pastore da Maremmano Abruzzese seit Bestehen der Rasse. Die Zwinger “von der Burginsel“ und „Stedinger“ sind die ersten und zur Zeit auch die einzigen aktiven deutschen Zwinger (VDH/FCI).

Volterra und Maramao

Darüber hinaus schätzen wir eine Zahl von 200 weiteren Maremmanen in Deutschland durch mitgebrachte Hunde aus Italien, von denen allerdings ein großer Teil nicht reinrassig ist und z.T. aus fragwürdigen Zuchten stammen. Einige sind auf Märkten gekauft worden, einige wurden auch vom Wegesrand mitgenommen, weil sie angeblich alleine und ungepflegt waren.

Ich vermute, dass sich schon der ein oder andere Hirte gewundert hat, wenn ihm abends der Hund fehlte. Wie sollten sie wissen, dass es für einen Maremmanen ganz normal ist, seiner Arbeit alleine nachzugehen und das ein Arbeitshund auch nicht täglich gebadet und gebürstet wird.

Gelegentliche Geschichten über ängstliche, menschenscheue und deshalb von ihren Besitzern misshandelte Hunde sollte man mit Vorsicht betrachten. Für einen Hund, der in einer menschenleeren Gegend an der Herde aufwächst, kann es ganz normal sein, dass er sich menschenscheu verhält, ihm fehlt die entsprechende Sozialisation. Deshalb muss er nicht von seinem Hirten geschlagen worden sein und er kann trotzdem ein hervorragender Beschützer seiner Herde sein. Ich habe auch schon Rüden gesehen, die wegen der Hitze der Hündinnen für eine Woche an der Kette fest gemacht waren. Bei vorbeikommenden Touristen löste dies natürlich Mitleid aus und man konnte die Entführung des Hundes gerade noch verhindern.